VfL Doppelpass

Ab sofort ist der Jugendfußball des VfL Herzlake fester Bestandteil der Homepage Monatlich spielt eine Person aus dem Jugendbereich des VfL den „VfL-Doppelpass“.

Kilian Brach, B-Jugend

Vor 17 Monaten hat er als jüngerer B-Jugendspieler bereits in der A-Jugend debütiert; warum die Entwicklung im Anschluss nicht wie gewünscht verlief und ob er heute noch Bücher über Borussia Dortmund liest, darüber spreche ich mit Kilian Brach aus unserer B-Jugend.

Hallo Kilian! Wenn man sich deine persönliche Saisonbilanz anguckt, muss man bei dir leider von einer „Seuchensaison“ sprechen. Lediglich drei Einsätze stehen in deiner Statistik. Trotzdem bist du zweitbester Torschütze deiner Mannschaft. Erkläre kurz, weshalb deine Spielzeiten im bisherigen Saisonverlauf so bescheiden aussehen.
K.B.: Mit einer „Seuchensaison“ bringst du es genau auf den Punkt. Direkt in den Anfangsspielen unserer Hinrunde hat mich eine Verletzung hart getroffen. Eine Wassereinlagerung in der Hüfte setzte mich bis in die Winterpause außer Gefecht.

Die Hinrunde der B-Jugend  verlief ungeachtet deiner Verletzung nicht wie erhofft. Lediglich zwei Saisonsiege stehen bisher zu Buche, sodass man lediglich zwei Punkte vor dem Tabellenletzten positioniert ist. Insbesondere in den letzten vier Spielen lief nicht mehr viel zusammen. Wie fällt das Hinrundenfazit für deine Truppe aus?
K.B.: Ich glaube, meine Mannschaft und ich sind alles andere als zufrieden mit unserer Leistung in der Hinserie. Unser jetziger Tabellenstand spiegelt definitiv nicht die Leistung wider, die wirklich in uns steckt. Ein riesiger Grund für unsere schwache Leistung ist auf jeden Fall die Blamage im Derby gegen Haselünne, denn der Stachel sitzt immer noch tief.

Bei einem Blick auf das Torverhältnis fällt auf, dass ihr defensiv zu den Schwächsten der Liga gehört, offensiv jedoch zu den Stärksten. Ist die Schwäche im Defensivspiel also der Grund für die schwache Hinserie oder wo siehst du Gründe für die magere Punktausbeute?
K.B.: Nein, der Grund liegt nicht einzig und allein im Defensivspiel, da die Verteidigung schon vorne im Sturm beginnen sollte. Einige Unordnungen im Mittelfeld und ausgelassene Chancen in der Offensive haben uns in den ein oder anderen Spielen in Schwierigkeiten gebracht. Erschwerend kam hinzu, dass die Spielplangestaltung sehr unglücklich verlief. Zwischen den Spielen lagen manches Mal 2-3 Wochen Spielpause, die für eine junge, neu zusammengestellte Mannschaft nicht förderlich war.

2016 hast du mit der Schulmannschaft des Gymnasium Marianum die Landesmeisterschaft „Jugend trainiert für Olympia“ gewonnen. Im Bundesfinale in Berlin folgte nach vier Siegen aus sechs Spielen Platz 9. Inwiefern unterscheiden sich Spiele mit der Schulmannschaft von denen mit deiner Vereinsmannschaft? Mit welchen Gefühlen denkst du außerdem an das Bundesfinale zurück?
K.B.: Das war ein wahnsinniges Erlebnis! Der Unterschied zwischen Vereins- und Schulmannschaft ist ganz einfach zu erklären: unsere Schulmannschaft bestand hauptsächlich aus Stützpunkt- und JLZ Spielern, was uns in der Taktik und im fußballerischen Niveau von normalen Vereinsmannschaften unterscheidet. Ab der Landesmeisterschaft spielten wir ausschließlich gegen Mannschaften von Sportschulen oder Fußballinternaten. Eines der besonderen Highlights beim Bundesfinale war, dass wir die Mannschaft vom FC Bayern München zwei mal besiegt haben und ich mich mit einem Tor verewigen durfte. Eine „kleine Schule“ aus dem Emsland erreichte im Bundesfinale in Berlin den 9. Platz…. Was will man mehr?

Erstmals öffentlich für „Aufsehen“ gesorgt hast du im Winter 2013. Als Viertklässer hast du in der Meppener Tagespost berichtet, wie lesebegeistert eure Klasse ist und dass die Berichte über Borussia Dortmund immer verfolgt wurden. Bist du heute noch so lesebegeistert oder beschränkt es sich auf die Aufstellung des FC Schalke?
K.B.: Die Begeisterung am Lesen hat im Laufe der Jahre dann doch eher abgenommen. Es kommt vor, dass ich mir den einen oder anderen interessanten Artikel genauer durchlese, aber ansonsten bleibt es bei der Aufstellung meiner Jungs in Blau-Weiß.

Ergänze die folgenden Satzanfänge:
Wenn ich eine beliebige Aktivität zu einer olympischen Disziplin machen könnte, bei der ich große Medaillenchancen hätte, …
K.B.: …dann wäre es der 100m Sprint, da mich meine Schnelligkeit besonders auszeichnet.

Wenn ich mir einen beliebigen Bundesligaspieler für unsere B-Jugend wünschen könnte, …
K.B.: …dann wäre es ganz klar Suat Serdar von Schalke 04, weil er mit seiner Präsenz auf dem Spielfeld die ganze Mannschaft mitzieht und viel Verantwortung übernimmt.

Wenn ich im Aufzug steckenbleiben würde, welchen Mitspieler würde ich mir an meiner Seite wünschen?
K.B.: Diese Frage zu beantworten fällt mir leicht. Es wäre Jonas Tellmann. Er würde mit seiner Art und seinem Humor den Spaßfaktor auch in einem steckengebliebenen Aufzug weiterhin oben halten.

Vielen Dank für das Interview. Für die Zukunft wünsche ich dir und der B-Jugend alles Gute!

Jan Hausfeld, A-Jugend


Interview mit Jan Hausfeld

In der neuesten Ausgabe des VfL-Doppelpass steht die A-Jugend des VfL im Vordergrund. Über den bisherigen Saisonverlauf und die anstehende Rückrundenvorbereitung spreche ich mit Jan Hausfeld.

Hallo Jan! Unser Team befindet sich aktuell in der Rückrundenvorbereitung. Bereits seit dem 06.01. sind wir wieder im Training. Das erste Punktspiel steht Ende Februar an. Die Vorbereitung dauert deshalb verhältnismäßig lange. Herrscht bei dir eher Vorfreude oder Angst, dass es zu eintönig werden kann, bevor acht Wochen später die Pflichtspiele beginnen?
J.H.: Angst, dass das Training zu eintönig werden kann, habe ich nicht. Ich gehe davon aus, dass die Vorbereitung gut geplant und somit nicht nur aus hartem Training, sondern auch aus viel Spaß besteht. Außerdem haben wir auch viele Testspiele gegen Mannschaften, gegen die man nicht so oft spielt, was die Vorbereitung für mich zusätzlich interessant macht.

Du hast dir früh in der Saison im Testspiel beim SC Spelle/Venhaus einen Bänderriss zugezogen und deshalb die ersten Pflichtspiele verpasst. Dementsprechend hast du auch nur in sechs Spielen in der Startelf gestanden. Trotzdem gehörst du zu den besten Scorern der Mannschaft. Wie blickst du auf deine persönliche Hinserie zurück?

J.H.: Ich denke, dass ich mit meiner bisherigen Saison ganz zufrieden sein kann. Ich habe den Bänderriss am Anfang der Saison gut überstanden und konnte fast direkt danach wieder Fußball spielen. Wir spielen als Mannschaft guten Fußßball und ich glaube, ich habe es geschafft, mich nach meiner Verletzung gut in die Mannschaft einzubringen, wodurch das ein oder andere Tor oder die ein oder andere Torvorlage möglich war.

Wenn man auf die Tabelle der Bezirksliga blickt, steht unsere Mannschaft zur Winterpause auf dem zweiten Tabellenplatz. Kurz nach dem Saisonstart hat unser Kapitän Elias Willen sich zu den Saisonzielen folgendermaßen geäußert:  „Wenn wir unsere Leistung beibehalten und weiterhin gut trainieren, ist ein Platz unter den ersten Fünf sehr realistisch.“ Musst du deinen Kapitän jetzt korrigieren? Was ist deine Zielsetzung für die Rückserie?
J.H.: Nein, korrigieren muss ich ihn nicht. Ein Platz unter den ersten Fünf der Bezirksliga wäre immer noch ein guter Erfolg, aber natürlich geben wir unser Bestes, um am Ende der Saison so weit wie möglich oben zu stehen und unseren Platz nah der Spitze weiter zu festigen. Wir sollten das Ziel haben, noch so viele Punkte wie möglich zu holen und in der Rückrunde auch die Spiele zu gewinnen, die wir im Hinspiel noch verloren oder nur unentschieden gespielt haben.

Du gehörst zum jüngeren Jahrgang der A-Jugend. Inwiefern unterscheidet sich die B-Jugend von der A-Jugend? Wo hast du in den letzten Monaten die größten Unterschiede ausgemacht bzgl. Training, Spiel, Gegner,…?
J.H.: Die größten Unterschiede von der B- zur A-Jugend habe ich im Spiel gesehen. Das Spiel in der A-Jugend ist nämlich viel körperbetonter und auch schneller als noch in der B-Jugend. Natürlich merkt man auch, dass man nicht mehr zu den Älteren der Mannschaft gehört, sowohl im Training als auch im Spiel. Es fängt schon damit an, dass man jetzt beim Kreisspiel am Anfang des Trainings häufiger in die Mitte muss, weil zu Beginn des Kreisspiels meistens die jüngsten Spieler der Mannschaft in die Mitte müssen. Aber auch im Spiel merkt man, dass die Gegenspieler oft viel schneller und auch körperlich stärker sind als in der Vorsaison.

Wie stehst du zu einer möglichen Einführung folgender Regeln (auch im Amateur- bzw. Jugendbereich):
a) beide Mannschaften können jeweils zwei Auszeiten pro Spiel nehmen
b) Abseits wird abgeschafft

J.H.: Die Idee, dass beide Mannschaften jeweils zwei Auszeiten pro Spiel nehmen können, finde ich eigentlich ganz gut, weil den Spielern so taktische Veränderungen besser erklärt werden könnten, was meiner Meinung nach für eine Einführung spricht. So könnte man auch auf taktische Änderungen des Gegners besser reagieren, was das Spiel noch besser machen könnte. Die Abschaffung des Abseits finde ich aber nicht gut. Ich stehe zwar selber oft im Abseits und werde vom Schiedsrichter zurückgepfiffen, aber ich kenne Fußball nicht ohne Abseits. Ohne Abseits wäre Fußball ein ganz anderes Spiel als mit, aber mir gefällt es eigentlich ganz gut wie es im Moment ist, auch wenn man dann mal zurückgepfiffen wird. Also würde ich an der Abseitsregel nichts ändern wollen.

Spieler, die beim teaminternen Managerspiel ´comunio´den letzten Platz in der Wochenwertung belegen, müssen bei uns in der folgenden Trainingswoche ein buntes Leibchen „Fehleinkauf 00“ tragen. Wie groß ist deine Angst, dass du trotz Platz 4 in der Gesamtwertung nochmal das Trikot tragen musst? Namen wie Andrich, Karaman, Schindler und Morales lassen dies befürchten.
J.H.: Die Angst, das Trikot noch einmal tragen zu müssen, ist bei mir nicht besonders groß, denn neben Namen wie Andrich, Karaman, Schindler und Morales konnte ich ja auch noch ein paar Topstars wie Kimmich, Hakimi und Coutinho verpflichten. Eine wirkliche Taktik verfolge ich bei dem Spiel aber auch nicht. Ich hoffe einfach, dass meine Leistungsträger gute Leistungen bringen und der Rest der Mannschaft in der Bundesliga nicht allzu viel falsch macht oder sogar einige gute Spiele hat.

Welchen Mitspieler aus der aktuellen Mannschaft kannst du dir später gut als Trainer vorstellen und warum?
J.H.:  Ich könnte mir Elias später gut als Trainer vorstellen. Er ist jetzt schon unser Kapitän und übernimmt dementsprechend auch oft Verantwortung für die Mannschaft. Außerdem ist er der Sohn von unserem Trainer Bernd und der Apfel fällt ja bekanntlich nicht weit vom Stamm.

Vielen Dank für das Interview. Für die Zukunft wünsche ich dir und uns alles Gute!

Hendrik Schwalen, 2.Herren & Co-Trainer B-Jugend


Interview mit Hendrik Schwalen

Zu Gast im VfL-Doppelpass ist diesmal jemand, der gleichermaßen Spieler wie Trainer ist und bereits seit zig Jahren dem VfL angehört: Hendrik Schwalen.

Hi Hendrik! Auf der einen Seite bist du Spieler unserer zweiten Herrenmannschaft, auf der anderen Seite gehörst du seit 1 1/2 Jahren zum Trainerteam der B-Jugend. Wie gelingt dir der Spagat auch hinsichtlich Trainings- und Spielterminen? Welche „Rolle“ fordert dich mehr?
H.S.: Erstmal wäre es gar nicht möglich, beides voll zu machen ohne die Unterstützung durch Dieter und Josef! Das Training mit der B-Jugend platzieren wir meist vor meinem Training mit der 2. Mannschaft, sodass es dann zwar ein längerer Abend ist, aber ich beides unterbringen kann. Bei den Spielen ist es zum Glück so, dass wir mit der B-Jugend meist samstags spielen und von der 2. freitags oder sonntags. Fällt ein Spiel mit der B-Jgd mal auf ein Training, kann ich dann auch mal eine Einheit ausfallen lassen. Wenn ich aber mit der Zweiten ein Spiel habe, geht das immer noch vor, dafür bin ich halt auch zu gerne selber auf´m Platz. Ja, was fordert mich mehr? An beidem habe ich ziemlich Spaß, aber ich würde schon behaupten, dass ich mehr Zeit in die B-Jugend investiere, auch weil das Drumherum mehr ist. Als Beispiel die Trainingsvorbereitungen, aber auch, dass Dieter und ich jetzt schon dabei sind, die nächste Saison zu planen.

Im VfL-Doppelpass steht die Jugend im Vordergrund; lass uns also auf die B-Jugend gucken. Die bisherige Saison kann man mit dem Wort ´wild´ bezeichnen. Einerseits haben nur drei Teams mehr Tore erzielt als ihr, andererseits haben nur drei Teams weniger Siege eingefahren als ihr. Wie fällt dein Fazit zur Winterpause aus?

H.S.: Als ´wild´ würde ich die Hinrunde dennoch nicht beschreiben, eher als inkonstant. Bisher haben wir einfach noch zu selten das auf den Platz gebracht, was in der Mannschaft steckt. Das gilt es dann ab Vorbereitungsbeginn zu ändern. In den meisten Spielen haben wir immer nur maximal eine wirklich gute Halbzeit gezeigt und das reicht einfach für diese Liga nicht, die an sich sehr ausgeglichen ist. Aber dass die Mannschaft, jeder einzelne, mehr kann, davon sind Trainerteam und auch die gesamte Mannschaft überzeugt und gezeigt haben wir es auch schon in Spielen, wie zum Beispiel gegen Neuenhaus und Vorwärts. Wir haben uns zum Teil für den hohen Aufwand einfach nicht belohnt, wie gegen Twist oder Leschede.

Insbesondere die letzten Wochen liefen sicher nicht wie gewünscht. Die Niederlage gegen Tabellenführer VfL WE Nordhorn kam zwar nicht überraschend, die punktlosen Spiele gegen die JSG Uelsen/ASC und die JSG Lohne/Wietmarschen dafür umso mehr. Der letzte Sieg gelang Ende September. Wie erklärst du dir die letzten Wochen?
H.S.: Nachdem wir aus den ersten vier Spielen sieben Punkte geholt haben, ist es natürlich enttäuschend aus den letzten vier nur einen Punkt zu holen, klar. Und auch klar ist, dass es mich, aber auch sicher Dieter und die gesamte Mannschaft ärgert, so in die Winterpause zu gehen. Dennoch hat mich das letzte Spiel gegen Weiße Elf wieder positiver gestimmt. Nicht, dass das jetzt einer falsch versteht, ich will immer gewinnen und ärgere mich über jedes nicht gewonnene Spiel, dennoch haben wir in dem Spiel und vor allem in Halbzeit eins wirklich gut gespielt und gegenüber Lohne und Uelsen eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt. Am Ende verlieren wir dann leider durch eigene dumme Fehler beim Spielaufbau oder in der Hintermannschaft das Spiel noch. Auch das war in den letzten Wochen eines der Hauptprobleme.

Die Bezirksliga hat in der laufenden Saison lediglich elf Mannschaften. Das führt dazu, dass ihr zwischenzeitlich lange Phasen ohne Punktspiel habt. Zwischen dem 13.09. und dem 24.10. hattet ihr beispielsweise nur ein Spiel. Was denkst du persönlich über die Ligagröße und wie schwierig ist es, in einen Spielrhythmus zu kommen, wenn man ständig spielfrei ist?
H.S.: Wir hatten laut Spielplan bis November fünf Spiele und dann im November noch mal fünf. Dass also bis November kein wirklicher Spielrhythmus hinzubekommen war, ist klar. Wir haben das versucht, durch Testspiele etwas aufzufangen, aber zunächst mal ist es schwierig, einen Gegner mitten in der Saison zu finden, der dann auch noch passend ist und zum anderen haben Testspiele einfach nicht das Niveau eines Ligaspiels. Im November dann, wo wir in einen Rhythmus hätten kommen sollen, fallen dann natürlich auch noch witterungsbedingt zwei Spiele aus. Den einzigen Vorteil, den ich darin sehe, dass wir dann nächstes Jahr zwei Spiele mehr haben, also weniger spielfreie Wochenenden. Generell halte ich eine Bezirksliga mit elf Mannschaften für deutlich unterbesetzt, aus meiner Sicht müssten in der Liga 14 Mannschaften an den Start gehen, wie es vor paar Jahren auch noch der Fall war.

Du bist im 2.Jahr als Trainer der B-Jugend aktiv. Mit Dieter Schulterobben hast du einen erfahrenen Trainerkollegen an deiner Seite, der bereits seit über zehn Jahren in dieser Altersklasse trainiert. Wie kann man sich eure Zusammenarbeit im Trainings- und Spielbetrieb vorstellen? Seid ihr immer einer Meinung?
H.S.: Um das schon mal vorweg zu nehmen: Nein, Dieter und ich sind nicht immer einer Meinung, aber ich fände es auch schlimm, wenn das so wäre. Es ist auch wichtig, über manche Sachen mal etwas ausgiebiger zu diskutieren. Außerdem ist das Wichtigste doch, dass wir uns danach einigen können und dann geschlossen vor der Mannschaft auftreten. Worüber wir aber uns immer einig sind, ist, dass wir immer mutig nach vorne spielen wollen und natürlich immer gewinnen wollen. Vor Spielen besprechen wir meist beim Abschlusstraining schon mal die Spielidee und dann setzten wir uns am Tag des Spiels noch kurz zusammen und legen uns dann fest. Die Ansprache in der Kabine erfolgt dann auch durch uns beide. Im Trainingsbetrieb hatte jeder von uns Ideen, die entweder im Bezug zum letzten Spiel oder im Bezug zum kommenden Gegner stehen. Auch hier besprechen wir vor Trainingsbeginn noch, was wir vorhaben. Hier muss ich sagen, gesteht mir Dieter immer mehr Freiräume zur Trainingsgestaltung zu.

Du bist zwar noch ein junger Trainer, hast aber bereits durchblicken lassen, dass du zukünftig eine Trainerlizenz anstrebst. Wie weit soll es für dich im Trainerbereich gehen? Siehst du dich eher im Jugendbereich oder kommt auch der Seniorenbereich oder der Frauenfußball für dich infrage?
H.S.: Ja ich werde im Frühjahr meinen Trainerschein erwerben, um mich in dieser Richtung weiterzuentwickeln. Das kurzfristige Ziel ist erstmal meine eigene Mannschaft zu trainieren und Spielern im Jugendbereich die Chance bieten, sich weiterentwickeln zu können. Das macht mir einfach großen Spaß. Auf Dauer habe ich aber auch Interesse daran im Seniorenbereich eine Mannschaft zu trainieren, das kommt für mich aber auch erst dann in Frage, wenn ich selber nicht mehr aktiv spiele. Und ja, auch dann könnte ich mir vorstellen, eine Frauenmannschaft zu trainieren

Ergänze die folgenden Sätze:
Wenn ich einen beliebigen Spieler weltweit trainieren dürfte, dann…

H.S.: Cristiano Ronaldo. Er mag zwar nicht mehr der Jüngste sein, dennoch sehe ich ihn neben Messi noch als besten Spieler der Welt. Ich bin davon überzeugt, dass ich von ihm noch viel lernen könnte und was ihn vor allem auszeichnet: seine Überstunden nach den offiziellen Trainingseinheiten, sein Trainingseinsatz, seine Professionalität auf dem Platz.

Wenn Deutschland die Vorrundenspiele bei der EM 2020 absolviert hat, dann …
H.S.:  feiere ich nicht nur meinen Geburtstag, sondern auch den Einzug in die KO- Phase.

Wenn ich als Trainer die Rote Karte kassieren sollte, dann …
H.S.: habe ich ganz sicher was falsch gemacht und werde mich bei allen Beteiligten persönlich entschuldigen.

Vielen Dank für das Interview. Für die Zukunft wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg im Trainer- und Spielerbereich!
H.S.: Danke

Ben Eveslage, C-Jugend


Interview mit Ben Eveslage

Der heutige VfL-Doppelpass ist mal wieder grün-weiß gefärbt, denn C-Jugendfußballer Ben Eveslage ist großer Fan des SV Werder Bremen. Er spricht mit mir aber nicht nur über den Bundesligisten, sondern natürlich auch über sein eigenes Team beim VfL Herzlake.

Hallo Ben! In den ersten Spielen der Saison gab es für euch nur einen Saisonsieg. Teilweise musstet ihr knappe Niederlagen einstecken. Wie siehst du eure bisherige Saison?
B.E.: Es ist schon ein großer Sprung von der D- Jugend Kreisebene in die C- Jugend Bezirksliga. Wir hatten bislang starke Gegner und oft haben wir zu viel Respekt vor ihnen. Einige Spiele haben wir durch dumme Fehler knapp verloren, obwohl wir am Anfang in Führung standen. Ein paar Spiele stehen für die Hinrunde noch an. Wir hoffen, dass wir dann noch ein paar Punkte holen werden.

Auch wenn Fußball natürlich eine Teamsportart ist, möchte jeder Fußballer natürlich möglichst viel spielen und eine gute Leistung zeigen. Wie zufrieden bist du mit deiner Saison? Wo spielst du am liebsten?

B.E.: Am liebsten spiele ich in der Verteidigung. In den letzten beiden Jahren hatte ich viel Pech und war öfters verletzt. Deshalb musste ich immer mal wieder pausieren. Jetzt läuft es besser und ich kann endlich wieder loslegen. Im Großen und Ganzen bin ich ganz zufrieden mit meiner Leistung.

Bei den Spielen eurer Mannschaft sind relativ viele Eltern am Spielfeldrand mit dabei. Inwiefern motiviert es euch Spieler, wenn eure Eltern beim Spiel dabei sind? Oder ist man dann sogar nervös, weil man besonders gut spielen möchte?
B.E.: Es ist toll, dass viele Eltern am Spielrand sind und dass dadurch immer viele Zuschauer da sind. Sie feuern uns an und unterstützen uns. So macht das Fußballspielen gleich mehr Spaß und wir sind motivierter. Nervös sind wir deswegen aber nicht.

Du bist großer Fan des SV Werder Bremen. Wie bist du Fan von Werder geworden und was gefällt dir am Verein besonders?
B.E.: Im Kindergartenalter bekam ich von meinem Onkel ein Trikot von Werder Bremen geschenkt. Außerdem sind viele unserer Verwandten Fan vom SV Werder Bremen. Irgendwann durfte ich dann auch das erste Mal mit ins Stadion nach Bremen. Das ist jedes Mal ein tolles Erlebnis. Ich finde es toll, dass die Mannschaft sich nicht unterkriegen lässt und auch in schwierigen Zeiten zusammenhält.

Mit Ansgar Vorwerk, Stefan Schwalen und Holger Keller habt ihr ein sehr engagiertes Trainer- und Betreuerteam. Welche Eigenschaft schätzt du an deinen Trainern besonders?
B.E.: Wir haben ein gutes und erfahrenes Trainerteam. Sie können uns viele Tipps geben, denn sie sind schon lange in der Jugendarbeit aktiv und wissen, worauf es ankommt. Ganz besonders schätze ich, dass sie für uns jederzeit ein offenes Ohr haben und wir mit unseren Problemen immer zu ihnen kommen können.

Ergänze die folgenden Sätze:
Wenn der SV Werder Bremen irgendwann mal einen Nachfolger für Florian Kohfeldt braucht, dann…

B.E.: …wäre ich gerne sein Nachfolger, … aber erst, wenn meine aktive Zeit als Fußballspieler zu Ende ist. 😊

Wenn ich einen beliebigen Wunsch frei hätte, der mit Fußball nichts zu tun hat, dann …
B.E.: …würde ich gerne mal in den Urlaub fliegen!

Wenn der VfL Herzlake eine neue Vereinshymne benötigen sollte, dann …
B.E.: …würde ich dafür einen Profi beauftragen! 😊

Wenn der Haselünner SV mich fragen würde, ob ich nach Haselünne wechseln möchte, dann…
B.E.: …würde ich definitiv absagen, weil ich weiterhin in Herzlake spielen möchte.

Vielen Dank für das Interview. Für die Zukunft wünsche ich dir alles Gute und viel Erfolg mit deiner Mannschaft!

Ansgar Winkeler, Vorstand


Interview mit Ansgar Winkeler

Erstmals ist ein Vorstandsmitglied des VfL Herzlake zu Gast im VfL-Doppelpass. Ansgar Winkeler, stellvertretender Vorstandssprecher des VfL, spricht im Interview über die Entwicklung des Jugendfußballs beim VfL und die zukünftige Ausrichtung des VfL.

Hallo Ansgar! Unsere drei Jugendmannschaften auf Bezirksebene sind alle ordentlich in die Saison gestartet. Wie sieht der Vorstand die laufende Saison und was ist das Ziel für den Gesamtverein? Was traust du aber auch persönlich den drei Mannschaften zu?
A.W.: Zunächst einmal möchte ich euch als Jugendabteilung ein großes Lob aussprechen. Der VfL -Doppelpass mit Interviews von Jugendspielern, wie zuletzt Elias Willen als Kapitän unserer A- Jugend Bezirksligamannschaft, ist eine hervorragende Aktion, die sehr positiven Anklang findet und den Lesern einen anderen Blickwinkel verschafft  als in den herkömmlichen Presseberichten. Ich finde das großartig und freue mich sehr darüber, dass ihr mich ausgewählt habt, um stellvertretend für den VfL- Vorstand eure Fragen zu beantworten. Insgesamt sehen wir im Vorstand das Niveau unserer Jugendarbeit sehr positiv. Es ist keinesfalls selbstverständlich, dass in einem relativ kleinen Ort wie Herzlake die Jugendmannschaften ab der C- Jugend aufwärts auf Bezirksebene spielen. Dies ist natürlich nur zu leisten, wenn auch in den unteren Jugendbereichen beginnend von den G- Junioren bis zu den D-Mannschaften eine hervorragende Jugendarbeit ausgeübt wird. Das ist unserer Meinung nach definitiv der Fall. Nach den ersten Ligaspielen sind wir uns sicher, dass unsere drei VfL-Bezirksliga Jugendmannschaften mit den unteren Tabellenplätzen nichts zu tun haben werden und über die Qualität der Teams die Klasse souverän gehalten werden kann. Dies ist uns auch besonders wichtig, denn damit verfügen wir über den klassengleichen Unterbau für den Nachwuchs der 1. Herrenmannschaft. Persönlich sehe ich unseren Verein mit fast 1.200 Mitgliedern und dem sehr guten Stadionumfeld in der Bezirksliga perspektivisch richtig aufgestellt. Eine Überzeugung, die der gesamte Vorstand teilt. In dieser Bezirksligasaison sind wir sicherlich mit unserer „Ersten“ nicht so erhofft positiv gestartet, aber viele Zuschauer erkennen bereits den Umbruch, den wir vor einiger Zeit eingeleitet haben. Wir möchten verstärkt auf Spieler setzen, die aus der VfL-Jugend kommen und den Verein lange kennen. Wir sind froh, dass unser Trainer Marcel Mertens das Team entsprechend aufgestellt hat und die Abstimmungen mit Josef Hus als Trainer unserer „Zweiten“ und auch mit dem Trainergespann der A-Jugend um Manuel Peters und Bernd Willen sich weiter fruchtbar positiv entwickeln. Ich glaube, dass der Vereinsgeist und die Zusammenarbeit zwischen der A- Jugend sowie der 1. und der 2. Mannschaft der Schlüssel zum Erfolg beim VfL sind, um gemeinsam Spaß und Erfolg zu haben.

Während die A-Jugend im 5. Jahr auf Bezirksebene spielt, ist die B-Jugend bereits in ihrer 9. Saison in Folge auf Bezirksebene. Die C-Jugend agiert sogar schon seit 11 Jahren ununterbrochen auf diesem Niveau. Wie erklärst du dir diese Konstanz der drei Teams?
A.W.: Über diesen Erfolg dürfen wir zurecht als Verein sehr stolz sein.  Zurückblickend kann ich mich sogar gut an noch weitaus frühere erfolgreiche Zeiten unserer Jugendmannschaften auf C-, B- und A-Jugendebene erinnern. Bereits in den 1990ziger Jahren waren unsere Jugendteams in der damals bezeichneten Bezirksoberliga unterwegs. Persönlich kann ich mich gut an Erlebnisse mit Günter Timmermann, „Ricke“ Schulterobben und Konditionstrainer Dieter Hoormann erinnern. Auch die Zeiten mit Georg Schultejans sind für mich unvergesslich.  Wir haben damals mit mannschaftlicher Geschlossenheit und guter Fitness namhafte Gegner wie VfL Osnabrück oder VfB Oldenburg niedergerungen. In den letzten Wochen habe ich mir einige Spiele der A- Jugend angesehen. Man spürt als Zuschauer sofort, wie heiß unser Team ist und dass auch die Chemie zwischen Trainergespann und Spielern passt. Im Vergleich zu damals hat sich demnach für mich nichts verändert. Ein entscheidendes Erfolgskriterium ist der Teamspirit. Dazu haben sicherlich die vielen Bezirksligajahre bei den langjährigen Trainern und Betreuern für eine Menge Erfahrung gesorgt. Dieser Erfahrungsschatz ist für unsere VfL-Jugendspieler ebenfalls ein großer Mehrwert.

Die Zuschauerzahlen bei Jugendspielen sind meist überschaubar. Während bei den Kleinsten meist noch die Eltern dabei sind, ist der Zuspruch in B- und A-Jugend nur bei „Spitzenspielen“ hoch. Wären Ideen, wie ein Vorspiel vor dem Punktspiel der 1. Herren Möglichkeiten, mehr Zuschauer anzulocken? Wie kann es sonst gelingen, dass auch der Nachwuchs breiteres Publikum erfährt? 
A.W.: In der Tat ist es so, dass ausgehend von den Minis das Zuschauerinteresse mit steigendem Alter unserer Jugendkicker nachlässt. Trotzdem fühlt es sich bei den Jugendspielen, die ich im Hasetalstadion gesehen habe, nicht so an, als würden die Spiele schlecht besucht sein. Im Vergleich zu anderen Vereinen finde ich den Zuschauerzuspruch beim VfL recht gut. Aber natürlich sollten wir jede Möglichkeit nutzen, um weitere Zuschauer auch bei Jugendspielen in unser Stadion zu locken. Wir sind über Medien, wie unserer Homepage oder Facebook bereits gut aufgestellt. Aber gerade hier sehe ich Möglichkeiten, diese Instrumente noch intensiver zu nutzen, um Werbung zu betreiben. Dafür benötigen wir aber wiederum auch Vereinsmitglieder, die bereit sind, Stunden ehrenamtlich zu investieren. Vorspiele der 1. Herrenmannschaft sind in jedem Fall geeignet und zeugen dazu auch von einem Zusammenhalt im Verein. Dies ist für mich ohnehin einer der wesentlichen Schritte, die jedes aktive oder passive Mitglied in unserem Verein unterstützen sollte, um das „Wir- Gefühl“ beim VfL zu stärken und gegenseitiges Verständnis zu entwickeln. Hier hapert es bei uns im Verein noch an so manchem, so dass ich dies auch gerne an dieser Stelle ansprechen möchte.

Mit Dieter Schulterobben ist im vergangenen Monat ein langjähriger Jugendtrainer zum Sportler des Jahres gewählt worden. Inwiefern ist man als Verein besonders auf solche Personen, die sich jahrelang als Trainer engagieren, angewiesen?
A.W.: Das Vereinsleben steht und fällt mit den vielen Ehrenamtlichen, die wir für den Spielbetrieb benötigen. Wir haben rund 650 aktive Spielerinnen und Spieler in den Sparten Fußball und Handball. Die Trainingsplätze im Hasetalstadion teilen sich in der Fußballsparte in der Woche insgesamt 25 Mannschaften. Über die hierfür erforderlichen Trainer- und Betreuerfunktionen kann man sich leicht ausrechnen, wie viele ehrenamtliche Personen erforderlich sind, damit alles geordnet und zuverlässig abläuft. Eine Person wie Dieter Schulterobben lässt sich aus dem Verein in den vergangenen Jahren und auch aktuell gar nicht wegdenken. Dieter hat sich über Jahrzehnte verdient gemacht. Man kann mit Sicherheit sagen, dass in den letzten Jahren nahezu alle Herzlaker Jugendfußballer im B- Jugendalter unter Dieter trainiert und garantiert heftig geschwitzt haben. Die „alten Tugenden“, die Dieter vertritt, funktionieren auch heute noch. Das beweist er über den Erfolg seiner Teams von Jahr zu Jahr. Wir sollten grundsätzlich jedem dankbar sein, der ein Ehrenamt in unserem Verein ausübt und seine freie Zeit für das Allgemeinwohl einsetzt. Daher sollte auch jeder, der kein Ehrenamt ausübt, ganz vorsichtig sein mit der gerne ausgeübten Kritik.

Jugendsportler des Jahres wurde ebenfalls ein Fußballer, Maik Düing. Im letzten Jahr war er noch Kapitän und Vorzeigespieler in der A-Jugend. Seit dem Sommer ist er Stammspieler der 1. Herren. Mit ihm,  Maurice Gerdelmann, Hendrik Bergmann, Alex Schmitz und Tobi Dreier sind jetzt mittlerweile fünf ehemalige Jugendspieler Stammkräfte in der Bezirksligamannschaft. Inwiefern soll oder muss es auch zukünftig – unabhängig von der Ligazugehörigkeit – der Weg sein, auf „Herzlaker Jungs“ zu setzen?
A.W.: Die Frage ist für mich schon fast rhetorisch. Nach meinem Verständnis ist genau das der Weg, den wir beim VfL weiter verfolgen müssen. Ich bin froh darüber, dass die Koordinatoren Dennis Strauch und Michael Gerdes mit den Trainern der Seniorenmannschaften in dieser Richtung zielführend unterwegs sind und bereits viele Jugendspieler in den Herrenmannschaften integrieren konnten. In unserer „Ersten“ hat sich Maik Düing in der Tat bereits hervorragend eingefügt. Auch Cedric Foppe hatte bereits erste Einsätze und Malte Gödiker entwickelt sich als Torwart weiter und gewinnt an Erfahrung. Mit Niklas Lübke haben wir ein weiteres Nachwuchstalent, das als aktiver A- Jugendspieler bereits jetzt auf Augenhöhe im Herrenbereich mitspielt und z.B. beim Sieg gegen die SG Freren auf Kunstrasen von Beginn an eingesetzt wurde. Als Vorstand sind wir davon überzeugt, dass wir mit unserer hervorragenden Jugendarbeit ein sehr gutes Fundament haben, um in den nächsten Jahren weitere Spieler in der Bezirksligatruppe und auch in der „Zweiten“ zu integrieren.

Ein Großteil aller Jugendmannschaften im Umkreis ist mittlerweile mit benachbarten Vereinen in einer Jugendspielgemeinschaft (JSG) aktiv. Siehst du diese Entwicklung auch auf den VfL zukommen oder kann sich der VfL im Jugendbereich – ergänzt durch gezielte Verstärkungen – weiter eigenständig halten? Die Kadergröße der B-Jugend ist beispielsweise sehr überschaubar.
A.W.: Aktuell sieht es so aus, dass wir uns noch eine Weile in der jetzigen Form organisieren können. In der Tat sind wir damit auf Bezirksebene eher einer der wenigen Vereine, die alleinverantwortlich aufgestellt sind. Es bestehen aber bereits heute regelmäßige Kontakte vor allem in Richtung der Vereine SV Dohren, SV Evenkamp und Holtensia Holte. Auf Samtgemeindeebene sind wir der einzige Verein, der Bezirksligafußball anbieten kann, so dass wir bestrebt sind, die punktuellen Verstärkungen auch aus dem direkten Gemeindeumfeld zu bekommen. Fakt ist, dass wir punktuelle Verstärkungen in jedem Fall benötigen, um das Bezirksliganiveau zu sichern.

Im übernächsten Jahr wird der VfL Herzlake 100 Jahre alt. Die ersten Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr laufen bereits. Wie sieht der Stand der Vorbereitungen aktuell aus? Kannst du schon ein Highlight verraten?
A.W.: Ja, die Vorbereitungen laufen nun an und es wurden zwei Organisationsteams gebildet. Das eine Team beschäftigt sich mit einer umfangreichen Vereinschronik, die wir im Frühjahr 2021 in einem hochwertigen Druck anbieten wollen, und ein weiteres Team organisiert nach jetzigem Planungsstand vier Hauptveranstaltungen, die frühzeitig geplant sein müssen. Uns ist wichtig, dass wir im Jubiläumsjahr für jedes Mitglied etwas dabeihaben und wir gemeinsam mit den Vereinsmit- gliedern ein tolles Jahr erleben. Natürlich wird es auch Highlights geben. Aber hier ist nun definitiv der falsche Zeitpunkt, um erstmals darüber zu berichten.

Du bist nun bereits seit mehreren Jahren im Vorstand aktiv. Erfüllendes Ehrenamt oder zu viel Arbeit bei zu wenig Zeit und Unterstützung?
A.W.: Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Ich bin nun seit 6 Jahren im Vorstand tätig. Wir haben den Verein in dieser Zeit in fast allen Bereichen umstrukturiert und das Stadionbild hat sich seitdem weiter positiv verändert. Auch der Sponsorenpool, den wir mittlerweile aufbauen konnten, hat sich äußerst positiv entwickelt. Im Vergleich zu 2014 konnten wir die Sponsorenanzahl der sogenannten Hauptsponsoren von 10 auf nun 36 Sponsoren erhöhen. Die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Premiumsponsor, der Firmengruppe Hänsch, ist hervorragend und bildet eine wichtige Basis für unsere Arbeit. Insgesamt sind wir allen unseren Unterstützern sehr dankbar. Alles in allem haben wir für das Gelingen unserer Vereinsarbeit einen sehr intakten Vorstand mit tollen Menschen, die sich ausnahmslos sehr respektieren und schätzen. Wir treffen unsere Entscheidungen im Einklang und haben in den letzten Jahren ein hohes Maß an Effektivität gewonnen. Aber trotzdem ist es so, dass sich vermutlich kaum jemand vorstellen kann, wie viel Arbeitsstunden in diesem Ehrenamt, welches wir alle sehr ernst nehmen, stecken. Ich kann hier sagen, wir machen das alle als Überzeugungstäter und weil uns der Verein sehr am Herzen liegt. Wir bekommen hierbei natürlich von den Verantwortlichen der Sparten, von den Trainern und Betreuern, von der verdienten „Montagsgruppe“, die das Stadion in guter Ordnung hält, und vielen weiteren Personen eine Menge Unterstützung. Ohne diese Unterstützung würde das Vereinsleben sicherlich nicht funktionieren. Wenn ihr Unterstützung in Form von „Schulterklopfen“ als Anerkennung für unsere Vorstandsarbeit meint, muss ich jedoch sagen, habe ich diese in den letzten Jahren eher nicht erlebt. Aber das möchte ich auch nicht erwarten.

Wenn du für die Jugendabteilung des VfL einen beliebigen Trainer frei „verpflichten“ könntest; wen würdest du wählen und warum?
A.W.:  Meine Wahl würde auf Heiner Schultejans treffen. Für mich einer der besten Fußballer, die der VfL Herzlake bisher hervorgebracht hat und dem der Verein zu Regionalligazeiten eine Menge zu verdanken hat. Heiner hat eine Kompetenz und eine Fußballdisziplin, die uns in unserer weiteren Entwicklung im Verein besonders in der Jugend sehr helfen würde. Hierbei würde ich mir keine Trainerfunktion vorstellen, sondern eine übergeordnete Funktion als Unterstützung für unser Jugendgremium. Heiner wäre für die weitere Entwicklung des Jugendbereiches ein großer Gewinn!

Für ein Jugendturnier des VfL dürftest du drei beliebige Vereine einladen. Auf welche Teams könnten wir uns freuen?
A.W.: Ein Jugendturnier sollte nach der neu geschlossenen Partnerschaft nicht ohne einen Vertreter des Jugendleistungszentrums Emsland stattfinden. Interessant fände ich dazu die Teilnahme des VfL Osnabrück, zumal wir mit Freddy Fenkes einen Hauptsponsor beim VfL haben, der gleichzeitig auch aktives Vorstandsmitglied des VfL Osnabrück ist. Als dritten Gast würde ich mir eine Auswahl unserer Partnerstadt Orneta aus Polen wünschen, auch dies wäre ein schönes Signal.

Vielen Dank für das Interview. Für die Zukunft wünsche ich dir alles Gute und ein gutes Händchen bei den anstehenden Aufgaben!
A.W.: Auch ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview und wünsche euch weiterhin maximalen Erfolg und viel Spaß in den Ligen und in euren Teams. Viele Grüße an alle…

Elias Willen – A-Jugend


Interview mit Elias Willen

Der Saisonstart ist geglückt. Neben dem Einzug in die 2.Pokalrunde sind wir mit 7 Punkten aus den ersten drei Spielen in die Saison gestartet. Wie sieht deine bisherige Bilanz unabhängig von den Ergebnissen aus?
E.W.: Als Team funktionieren wir gut und spielen attraktiven Fußball. Der Kampfgeist ist bei jedem zu erkennen. Dennoch müssen einige taktische Elemente besser umsetzen, wie z.B. das Pressing. Doch wir stehen erst am Anfang der Saison und es ist klar, dass noch nicht alles zu hundert Prozent gelingen kann.

Zu B-Jugendzeiten wurdest du meist als offensiver Außenspieler eingesetzt. Im weiteren Verlauf hast du dich immer weiter nach hinten orientiert. Aktuell agierst du als Innenverteidiger einer Viererkette. Wie nimmst du als Spieler deine Positionsentwicklung wahr? Auf welcher Position siehst du dich am stärksten? 
E.W.: Ich wurde im zweiten Jahr der B-Jugend in meinem ersten Spiel nach mehreren Monaten Verletzungspause erstmals als Verteidiger eingesetzt. Ich konnte überzeugen und fand auch Gefallen an der neuen Position. Seitdem ist es meine Stammposition.

Da ich vor dem Tor nie der „geborene Knipser“ war, sondern eher in der Spieleröffnung und im Zweikampf meine Stärken habe, sehe ich mich auf der Innenverteidiger- oder 6er-Position am effektivsten.

Bereits an den ersten Spieltagen gab es zahlreiche extreme Ergebnisse (siehe auch unser Torverhältnis). Wie würdest du die Stärke der Liga angesichts teils sehr hoher Ergebnisse beschreiben?
E.W.: Meiner Meinung nach ist in dieser Saison die Schere zwischen sehr guten und eher weniger guten Mannschaften im Vergleich zur letzten Saison sehr groß. Deshalb auch die hohen, ungewöhnlichen Ergebnisse.

Mit 21 Spielern ist unser Kader im Vergleich zu den Vorjahren relativ groß. Siehst du das eher als Vorteil oder gibt es dadurch auch Nachteile?
E.W.: Auf der einen Seite ist es für die Motivation von uns Spieler ein großer Vorteil, einen solch großen Kader zu haben, da ein stetiger Konkurrenzkampf untereinander herrscht. Kein Spieler ist gesetzt für die Startelf, sondern man muss sich im Training beweisen und mit Leistung und Einsatzbereitschaft überzeugen. Der Trainer kann also entscheiden, wer es verdient hat, im nächsten Spiel in der Startaufstellung zu stehen. Bei einem kleinen Kader hat ein Trainer dieses Privileg eben nicht.

Unsere Mannschaft setzt sich aus vielen verschiedenen Orten zusammen. Inwiefern ist deshalb ein Unterschied zur Vorsaison festzuhalten, in der viele Herzlaker zum Team gehörten?
E.W.: In der vergangenen Saison bestand unser Team, bis auf drei bis vier Ausnahmen, ausschließlich aus Herzlaker Spielern. Dies versprach von Anfang an eine tolle Stimmung innerhalb der Mannschaft, da man sich untereinander kannte. Dieses Jahr besteht die Mannschaft in etwa zur Hälfte aus auswärtigen Spielern. Dieses hat an der guten Stimmung jedoch nichts geändert. Nach einer kurzen Kennenlernphase verstehen wir uns nun untereinander super und jeder kommt mit jedem aus. Man kann sagen: Die Teamchemie stimmt auch dieses Jahr wieder.

Traditionell sind die Zuschauerzahlen bei Jugendspielen zumeist sehr überschaubar. Jetzt hast du die Chance, Werbung zu machen. Warum sollten sich zukünftig möglichst viele Leute auf den Weg machen, um Spiele unserer A-Jugend anzuschauen? Was können Sie erwarten?
E.W.: Wie oben schon erwähnt, spielen wir attraktiven und guten Fußball. Unser offensiv ausgerichtetes System verspricht viele Torraumszenen. Zudem setzen wir auf unsere spielerische Qualität und versuchen, die Bälle auch in unserer eigenen Hälfte und unter Bedrängnis sauber und ruhig herauszuspielen, anstatt diese einfach nach vorne zu schlagen. Dies ist für die Zuschauer natürlich toll anzuschauen. Wer uns also unterstützen und mit uns den nächsten Sieg einfahren will, ist herzlich zu unseren Spielen eingeladen. Für uns Spieler ist es natürlich ein großer Anreiz, vor vielen Zuschauern zu spielen.

Nach den ersten Spieltagen kann man die gegnerischen Mannschaften zumindest teilweise gut einschätzen. Welche Zielsetzung gibst du dir selber für die laufende Saison?
E.W.: Wenn wir unsere Leistung beibehalten und weiterhin gut trainieren, ist ein Platz unter den ersten Fünf sehr realistisch. Deshalb ist das auch meine Zielsetzung für diese Saison

Unsere Mannschaft misst sich im Fußballbundesliga-Managerspiel `comunio´. Aktuell liegst du dort in der Tabelle gleichauf mit deinem Trainer. Stecken deine Starspieler Cauly, Esswein, Hübner und Terrazzino einfach nur in einer Formkrise oder liegt der Grund für dein bisher schwaches Abschneiden in deiner Transferpolitik?
E.W.: An der schwachen Transferpolitik liegt es auf keinen Fall. Denn in den letzten zwei Wochen kann ich gleich drei neue Top-Transfers vermelden. Mit Davy Klaassen und Milos Veljkovic habe ich zwei Spieler meines Lieblingsvereins (Werder Bremen) verpflichten können, die selbstverständlich ihre Leistung bringen werden. Des Weiteren hat der neue Bayern-Star bei mir unterschrieben. Mit Ivan Perisic konnte ich noch einen Hochkaräter für meinen Angriff gewinnen. Ob Ivan nun einschlägt, wird die Zukunft zeigen. Ich bin sehr optimistisch, dass diese neuen Verpflichtungen mich bald in der Tabelle nach oben bringen werden.

Wenn du dir mit einem beliebigen Fußballtrainer ein Spiel in einem Stadion angucken könntest: welchen Trainer würdest du wählen und in welches Stadion geht es?
E.W.: Zusammen mit Jürgen Klopp an der Anfield Road bei kühlen Getränken die Choreographie der Liverpool Fans „You’ll never walk alone“ genießen.

New England Patriots oder San Francisco 49ers?
E.W.: New England Patriots

Papa Bernd oder Trainer Bernd?
E.W.: Trainer Bernd.

McDonalds oder Vapiano?
E.W.:  Nach einem Auswärtssieg mit der Mannschaft zu McDonalds.

Stehplatz hinterm Tor oder Sitzplatz auf Höhe der Mittellinie?
E.W.: Ich stehe lieber selber auf dem Platz.

Vielen Dank für das Interview. Für die laufende Saison wünsche ich dir und uns viel Erfolg! In der kommenden Ausgabe spreche ich mit einem Vereinsfunktionär über den Jugendfußball beim VfL.

Hendrik Lüllmann – B-Jugend

Interview mit Hendrik Lüllmann

Hendrik, nach einer tollen Hinserie habt ihr am Ende der Saison einen ordentlichen 5.Platz erreicht. In der laufenden Saison spielt ihr nur in einer 11er-Staffel. Welche Erwartungen hast du an die laufende Spielzeit?
H.L.: Das Ziel der neuen Saison wird es sein, einen guten Platz im Mittelfeld zu sichern, um somit nicht gegen den Abstieg zu spielen. Nach oben hin ist natürlich alles offen. Allerdings muss man Realist genug sein und wissen, dass wir in dieser Saison, im Gegensatz zur letzten Saison, wahrscheinlich nicht um die Meisterschaft mitspielen können. Trotzdem hoffen wir auf eine gute Saison.

Du giltst als technisch starker Spieler mit großer Spielübersicht. In welchen Bereichen siehst du außerdem deine Stärken? Wo gibt es andererseits Schwächen, an denen du vielleicht noch etwas arbeiten musst?
H.L.: Aufgrund meiner Technik sehe ich meine Stärken im Eins gegen Eins und im Passspiel. Als große Schwäche weist sich bei mir die Schnelligkeit auf, an der ich arbeiten muss. Dazu muss ich noch an der Kommunikation auf dem Platz arbeiten, indem ich mehr Verantwortung übernehme. Ansonsten gibt es immer Dinge, an denen man etwas verbessern kann.

Wer war dein verrücktester Mitspieler und warum?
H.L.: Es gibt natürlich viele Mitspieler, die man hier nennen könnte, denn jeder Mitspieler ist auf seine eigene Weise verrückt. In meiner jetzigen Mannschaft würde ich allerdings Jonas Tellmann und Kilian Brach nennen, denn sie haben immer mal wieder einen lustigen Spruch parat.

Inwiefern ist es für dich ein Unterschied, ob ihr auf dem D-Platz oder auf dem Hauptplatz im Stadion spielt?
H.L.: Eigentlich spielt es für mich keine große Rolle, ob wir auf dem D-Platz oder auf dem Hauptplatz spielen, denn Fußball ist Fußball. Dazu nimmt man meist die Anzahl der Zuschauer nur bedingt wahr, da man sich auf das Spiel konzentriert. Dennoch macht es natürlich noch mehr Spaß, auf einem perfekten Platz (guten Rasen) und in einem schönen Stadion zu spielen.

Wenn du dir mit einem beliebigen Fußballtrainer ein Spiel in einem Stadion angucken könntest: welchen Trainer würdest du wählen und in welches Stadion geht es?
H.L.: Ich würde Jürgen Klopp wählen, da man von ihm eigentlich alles lernen kann, weil er einer der besten Trainer der Welt ist. Mit ihm zusammen würde ich ins Camp Nou (Stadion des FC Barcelona) fahren und dort das El Clasico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid ansehen. Denn für mich persönlich sind diese beiden Teams die besten Mannschaften der Welt.

Notbremse oder Gegentor?
H.L.: Ganz klar, Notbremse. Alles ist besser als sich ein Gegentor einzufangen.

Assist oder Tor?
H.L.: Beides ist natürlich reizend, aber aufgrund meiner Stärken würde ich eher Assist wählen. Außerdem ist es manchmal wertvoller einen Assist zu geben als selbst ein Tor zu schießen.

1:0 oder 5:4?
H.L.: Aufgrund der letzten Saison bevorzuge ich ein 1:0, denn in der letzten Saison haben wir zu viele Gegentore kassiert. Somit finde ich es besser, wenn hinten die Null steht.

Helene Fischer oder Justin Bieber?
H.L.: Eigentlich niemand von den beiden, denn dies ist nicht meine Musikrichtung. Wenn ich mich allerdings entscheiden müsste, würde ich mich für Helene Fischer entscheiden, da man sich manche Lieder doch noch anhören kann.

Dieter Schulterobben oder Hendrik Schwalen?
H.L.: Dies ist eine schwierige Frage , denn ich habe zu beiden Trainern ein gutes Verhältnis , egal , ob auf oder neben dem Platz. Dennoch würde ich mich für Hendrik Schwalen entscheiden, da ich mich mit ihm persönlich am besten verstehe.

Hamburg, meine Perle“ oder „Stern des Südens“?
H.L.: Als Bremen-Fan und somit Erzrivalen vom HSV, muss ich mich für ,,Stern des Südens“ entscheiden. Wobei man als Bremen-Fan auch nicht gerne die Hymne des FC Bayern hört, da Bayern der Rekordmeister Deutschlands ist und Bremen oftmals hinten anstehen lässt.

Vielen Dank für das Interview. Für die kommende Saison wünsche ich dir viel Erfolg! In der kommenden Ausgabe steht mir ein Spieler Rede und Antwort, der im Laufe der letzten Jahre positionstechnisch immer weiter nach hinten gewandert ist.

Lennart Willen – Torwart, C-Jugend


Interview mit Lennart Willen

Lennart, die Vorbereitung für die neue Saison läuft bereits wieder. Wir blicken aber noch einmal zurück auf die vergangene Saison. Ihr habt durchgehend einen Platz im unteren Tabellendrittel belegt, am Ende jedoch souverän den Klassenerhalt erreicht. Wie zufrieden bist du mit eurer abgelaufenen Saison? Wo lagen eure Stärken, in welchen Bereichen gab es Schwächen?
L.W.: Wir haben uns gefreut, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben, aber dafür haben wir auch hart gekämpft. Am Anfang waren die größten Schwierigkeiten, weil einige – so wie ich – neu dazukamen, sodass wir uns erst zusammenfinden mussten. Es war ein tolles Jahr mit einer tollen Mannschaft und es hat viel Spaß gemacht.

Du hast vor deinem Wechsel zum VfL in der 1.Kreisklasse gespielt. Was waren die Gründe für deinen Wechsel zum VfL? Wo siehst du die größten Unterschiede zwischen Kreisklasse und Bezirksliga?
L.W.: Es hat mich schon gereizt in einer höheren Liga zu spielen und Herzlake hat außerdem eine gute Verbindung zum Jugendleistungszentrum in Meppen. Die Spiele sind in der Bezirksliga schon deutlich anspruchsvoller. Aber auch das Spielgeschehen läuft schneller.

Welches Spiel der letzten Saison war dein persönliches Highlight? Warum?
L.W.: Mein Highlight war auswärts in Twist, da das Spiel durchgehend spannend war und ich zwischendurch immer mal wieder einen schweren Ball halten musste. Aber zum Schluss gewannen wir dann auch mit 1:2.

In den letzten vier Jahren hast du jeweils mit der Schulmannschaft am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ teilgenommen. Was überwiegt dabei und warum, der Ehrgeiz mit seinen Mitschülern erfolgreiche Spiele gegen andere Schulen zu absolvieren oder die Freude über freie Schultage?
L.W.: Beides! Ich bin bei Wettkämpfen immer gern dabei und na klar ist es noch schöner, die Schule erfolgreich zu vertreten.

In der kommenden Saison spielst du nicht nur für die C-Jugend des VfL Herzlake, sondern auch für die B-Jugend JSG Hasetal Mitte (Evenkamp, Winkum, Wachtum). Wie kam es dazu und wie sieht diese Doppelbelastung konkret bzgl. Trainings- und Spielteilnahme aus?
L.W.: In der Spielgemeinschaft hatten wir in der Jugend zu wenig Torwarte und so habe ich weiterhin Kontakt zu meinen alten Mannschaftskameraden. Mit den Trainingseinheiten und den Spielen wird man noch sehen wie es weiter geht, aber was ich schon sagen kann ist, dass ich die meiste Zeit in Herzlake verbringen werde.

Ergänze die folgenden Sätze:
Ich spiele Fußball, weil…

L.W.: … es mir sehr viel Spaß macht und ich diesem Sport sehr ehrgeizig bin , da ich auch meine Ziele erreichen möchte.

Wenn der FC Bayern einmal einen Nachfolger für Manuel Neuer braucht, dann…
L.W.: … stehe ich bereit 🙂

Wenn die C-Jugend des VfL Herzlake gegen die B-Jugend der JSG Hasetal Mitte spielen würde, dann…
L.W.: … würde ich bei beiden Mannschaften jeweils eine Hälfte ins Tor gehen und versuchen jedes Tor zu verhindern.

Wenn ich für einen Tag mit einer Person aus der Sportwelt tauschen könnte, dann…
L.W.: …wäre es Manuel Neuer, da er bei meinem Lieblingsverein und in der Nationalmannschaft spielt und er schon alle Titel, die man gewinnen kann, gewonnen hat.

Vielen Dank für das Interview. Für die kommende Saison wünsche ich dir viel Erfolg! In der kommenden Ausgabe spreche ich mit einem Fan des SV Werder Bremen.

Maik Düing – Verteidiger, 1. Herren


Interview mit Maik Düing

Maik, die abgelaufene Saison mit der A-Jugend war bis zum Saisonende sehr spannend. Auf der einen Seite gelangen tolle Erfolge gegen die JSG Lohne oder die JSG Meppen, auf der anderen Seite habt ihr v.a. gegen Teams aus der unteren Hälfte viele Punkte liegen gelassen. Wie siehst du die vergangene Saison deiner Mannschaft, auch hinsichtlich der Entwicklung einzelner Spieler und der Mannschaft?
M.D.: Ich denke wir können mit der abgelaufenen Saison sehr zufrieden sein, denn mit einer kleinen Kadergröße haben wir es über weite Strecken der Saison geschafft, eine Mannschaft zu bilden, die kämpferisch aber auch häufig spielerisch überzeugte. In den Trainingseinheiten war die Mischung aus guter Stimmung und gewisser Ernsthaftigkeit immer vorhanden, sodass sich viele Spieler in dieser Saison sehr positiv entwickelten.

Du bist hoch geschätzt aufgrund deiner Einsatzbereitschaft und deines Kampfgeistes. Wo siehst du darüber hinaus deine Stärken? In welchen Bereichen kannst du dich deiner Meinung nach noch verbessern?
M.D.: Zu meinen Stärken würde ich mein aggressives Zweikampfverhalten und die Motivation meiner Mitspieler zählen. Verbessern kann ich mich jedoch in jedem Bereich, besonders im Torschuss. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren auch mal mit einem Tor zum Sieg beitragen kann, denn das konnte ich in der A-Jugend leider nicht.

An welches Spiel aus deiner Jugend beim VfL erinnerst du dich besonders gerne und warum?
M.D.: Ich erinnere mich ganz besonders an das Rückspiel gegen die A-Jugend des JFV Haselünne in der Saison 17/18. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit stand es nach 45 Minuten bereits 2:0 für Haselünne. Im Verlauf der zweiten Halbzeit steigerten wir uns, konnten 15 Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer erzielen und in den letzten fünf Minuten der regulären Spielzeit sogar noch Ausgleich- und Siegtreffer vor verhältnismäßig vielen Zuschauern erzielen.

Deine Zeit im Jugendbereich endete vor wenigen Tagen. Welche Eindrücke nimmst du aus den letzten Jahren im VfL-Nachwuchs mit?
M.D.: Ich habe in den letzten Jahren unter sehr vielen verschiedenen Trainern gespielt, viele neue Techniken und Taktiken kennengelernt, sodass man sich ständig weiterentwickeln konnte. Außerdem hatte ich immer wieder unterschiedliche Mitspieler, mit denen man auf und neben dem Platz sehr viel Spaß hatte.

Ab der kommenden Saison gehörst du zum Bezirksligakader unserer 1. Herrenmannschaft. Mit welchen Erwartungen (persönlich und mannschaftlich) gehst du in dein erstes Jahr im Seniorenbereich?
M.D.: Ich erwarte ein schwieriges erstes Jahr. Es wird eine große Umstellung sein vom Jugendbereich in den Herrenbereich zu wechseln. Dennoch hoffe ich, dass ich viele Einsatzzeiten bekomme und wir als Mannschaft das Saisonziel erfüllen können.

Was ist wahrscheinlicher? Dein Lieblingsverein Hannover 96 steigt als Zweitligameister direkt wieder in die erste Liga auf oder du erzielst in der kommenden Saison ein Kopfballtor in der Herren-Bezirksliga?
M.D.: Wie die Vergangenheit gezeigt hat, haben sich bei mir nicht viele Möglichkeiten ergeben, einen Treffer mit dem Kopf zu erzielen. Deshalb gehe ich eher davon aus, dass Hannover 96 Meister der 2. Bundesliga wird.

Vielen Dank für das Interview. Für den Einstieg in den Herrenbereich wünsche ich dir viel Erfolg!