Neuer Kunstrasenplatz in Herzlake eingeweiht

Der VfL Herzlake hat seinen neuen Kunstrasenplatz im Hasetalstadion eingeweiht. Gäste aus Politik und Wirtschaft, Mitglieder des Vereins sowie zahlreiche aktive Jugendsportler des VfL nahmen daran teil.

VfL-Vorstandssprecher Ernst Elbers erläuterte die etwa 630000 Euro teure Investition in den neuen Kunstrasenplatz. Der Kreissportbund Emsland förderte die Neuanlage des Platzes mit 100000 Euro aus Mitteln des Landes Niedersachsen zur Förderung des Sportstättenbaus. Der Landkreis Emsland hat sich mit 120000 Euro beteiligt, und die Gemeinde Herzlake steuerte den „Löwenanteil“ in Höhe von 220 000 Euro bei. Die Herzlaker Firmengruppe Hänsch gewährte dem Verein ein Darlehen über 140 000 Euro, um den Eigenanteil abzudecken. Der Restbetrag, so Elbers, konnte durch Eigenleistungen und zahlreicher Einzelspenden in Höhe von bislang 30000 Euro abgedeckt werden.

Dieses Geld resultiere aus einer zum Platzbau initiierten „Patenschaftsaktion“, bei der potenzielle Spender durch den Kauf einer symbolischen zwei Quadratmeter großen Spielfläche zum Preis von 20 Euro, den Eigenanteil des Vereins mitfinanzieren. „Diese Aktion läuft sehr gut und wird noch fortgesetzt“, sagte Elbers. Nach dem „Abverkauf“ der gesamten Spielfläche soll die Tafel mit auf der Spielfläche eingetragenen Namen der Spender einen Ehrenplatz im Hasetalstadion erhalten, sagte der Vorstandssprecher.

Elf Wochen reine Bauzeit

Eine zeitliche Übersicht über die geleisteten Baumaßnahmen zur Errichtung des neuen Platzes, der den bisherigen B-Platz im Hasetalstadion ersetzt, gab der stellvertretende Vorstandssprecher Ansgar Winkeler. Mit einem Dank an den Landkreis Emsland und der Verwaltung der Gemeinde Herzlake verwies Winkeler auf die schnelle Erteilung der Baugenehmigung „innerhalb von nur vier Wochen“. Die reine Bauzeit für das „größte Projekt der Vereinsgeschichte“ gab Winkeler mit elf Wochen an. Für den Aushub und Abtransport des bisherigen alten Platzbodens waren 130 Transportfahrten nötig, die alle in Eigenleistung erfolgten, so Winkeler. Schließlich wurden 2000 Quadratmeter neuer Boden eingebracht, 1.400 Meter Be- und Entwässerungsleitungen verlegt, 7.000 Quadratmeter Kunstrasen verlegt und etwa 1.200 Quadratmeter an Fußwegen und Nutzflächen gepflastert.

„Eine starke Gemeinde“

„Herzlake ist eine starke Gemeinde“, stellte Kreisdezernent Marc-Andre Burgdorf fest. Der VfL Herzlake mit seinen etwa 1200 Mitgliedern – davon etwa 500 im Alter von vier bis 23 Jahren – stelle eine „starke Gemeinschaft“ innerhalb der Gemeinde dar, meinte der Kreisvertreter. Die Schaffung des Kunstrasenplatzes sei für Herzlake eine „richtige Entscheidung“, meinte Burgdorf und lobte das Engagement des Vorstandes und seiner Mitglieder. „Im Emsland läuft es, da hier gemeinsam angepackt wird“, sagte Burgdorf.

 Harald Kuhr, Vizepräsident des Kreis
sportbundes Emsland für den Bereich Leistungssport, bescheinigte den Herzlakern eine „tolle Sportanlage, die durch den Kunstrasenplatz“ bereichert werde. Die Schaffung eines Kunstrasenplatzes sei eine „Investition in die Zukunft“ da dadurch ein wetterunabhängiger Trainings- und Spielbetrieb ermöglicht werde. Kuhr dankte den Ehrenamtlichen im Verein, die sich für den Sport engagierten.

„Hier sind die Macher“

„Hier sind die Macher“, erklärte Herzlakes Bürgermeister in Bezug auf einen Werbeslogan des Landkreises. Wenn eine Finanzierung für ein Projekt gesichert sei, werde „geplant, angepackt und umgesetzt“, meinte der Bürgermeister und lobte die „engagierte Arbeit“ des VfL-Vorstandes. Er dankte den ehemaligen Vorsitzenden des Vereins – Ludwig Book, Bernd Lehrter, Gerd Ideler und Willi Düing – die den Verein in „schweren Zeiten“ engagiert geführt hätten. Er erinnerte auch an den langjährigen Vorsitzenden und Mäzen des VfL, dem bereits verstorbenen Karl-Heinz Klose.

Hans Bösken dankte den Mitgliedern des Herzlaker Gemeinderates, die – gerade im Hinblick auf die Jugendarbeit des Vereins – eine „breite Unterstützung“ für die „wohl größte Einzelinvestition im Haushalt der Gemeinde“ gezeigt und der finanziellen Förderung zugestimmt hätten.

Mit einem Elfmeterschießen einiger Ehrengäste auf dem neuen Platz wurde dieser freigegeben. Von den Schützen Hans Bösken, Harald Kuhr, Marc-Andre Burgdorf, Hans-Jürgen Hänsch und Ludwig Book konnte nur Hans-Jürgen Hänsch den „Elfer versenken“. Anschließend machten Kicker der VfL-Jugend und der Damenmannschaft Testspiele auf dem neuen Platz, bevor eine „Herzlaker-Altliga“ gegen eine Auswahl der drei aktiven Herrenmannschaften antrat. Das Spiel der Herrenmannschaften endete mit 4:4.

Quelle: noz.de